Irrtümer über Second Life Teil 6
by admin on Jan.16, 2008, under Second Life
Irrtum 6: Second Life ist technisch auf dem neuesten Stand
Natürlich darf man von einem Onlinegame optisch nicht so viel erwarten wie von einer technisch hochgerüsteten Spielkonsole. Und natürlich reichen die grafischen Möglichkeiten aus, um sich einen halbwegs ansehnlichen Avatar zu erschaffen oder um in der Onlinewelt herumzustreifen, einzukaufen oder auf Partys zu gehen.
Aber wer Spiele am Computer oder gar auf Xbox 360 und Playstation 3 kennt, der wird von der pixeligen Grafik von Second Life wenig überzeugt sein. Die liegt allenfalls auf dem Niveau der Sims – Version 1, wohlgemerkt.
Was das Spielvergnügen trübt, ist die fehlende Sprachausgabe. An der basteln die Linden-Lab-Macher zwar fieberhaft. Aber noch müssen sich Second-Life-Spieler mit getippten Unterhaltungen begnügen, wie sie es schon seit den Urzeiten des Internet-Chats gibt. Auch die Steuerung ist alles andere als up to date. Den Avatar zu lenken ist wesentlich komplizierter als in einem PC-Spiel.
Alles in allem wirken Kommunikation und Optik des Onlinegames ziemlich altbacken – auf dem Stand von vor zehn Jahren eben. Richtig spannend wird Second Life erst werden, wenn sich User per Mikrofon verständigen und tatsächlich miteinander reden können. Und wenn die virtuelle Welt mit gestochen scharfer 3-D-Optik daherkommt – und damit wirklich echt aussieht.